Privatinsolvenz anmelden

Wir werden mit Werbung überschüttet. Wo früher die Anbieter noch Zeitungsbeilagen, Plakate oder Medien wie Fernsehen und Radio nutzten, um ihre Produkte anzupreisen, sieht sich der Konsument einer regelrechten Belästigung ausgesetzt. Kaum eine Internetseite, die nicht auf Schnäppchen verweist oder gleich immense Rabatte verspricht. Die Kauflust wird über Gebühr stimuliert, das Bezahlen via Kreditkarte oder per Rate setzt eine Hemmschwelle herab. Das traurige Fazit: immer mehr Deutsche sind hoffnungslos überschuldet und können den Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Ein Problem in allen Bevölkerungsschichten.

Die drohende Zahlungsunfähigkeit ist keineswegs auf mangelnde Disziplin im Kaufverhalten zurückzuführen. Auch die gängige Meinung, dass zumeist junge Menschen eine Privatinsolvenz anmelden müssen, ist ein Trugschluss. Manchmal langt der Ausfall eines mitverdienenden Lebenspartners, der unvorhergesehene Verlust des Arbeitsplatzes oder schlicht eine dringend benötigte Anschaffung, um vor einer finanziell unmöglichen Situation zu stehen. Fachleute raten, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und von gesetzlichen Regelungen Gebrauch zu machen. Die entsprechenden Gesetze wurden im Sinne des Verbrauchers erlassen und führen zu Einigungen, die beide Seiten befriedigen. Mag der erste Schritt auch recht schwer erscheinen, das Ziel – nämlich alsbald frei von den belastenden Schulden zu sein – kann erreicht werden. Fachlich kompetente Beratung ist allerdings nötig!